Dreizehnlinden Stube


Dies war das Wohnzimmer in dem sich die Familie ausruhen konnte. Es war der beste Raum, in dem auch die Sonntage verbracht wurden. Der Kachelofen wurde mit Holz vom Hausgang aus beheizt. Kleider konnten zum Trocknen über dem Ofen aufgehängt werden und die Ofenbank war der wärmste und behaglichste Platz zum Schlafen für Mann und Kind.

Dieser Raum wurde nach der brasilianischen Siedlung Dreizehnlinden benannt.

1933 – in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit – machten sich die ersten 85 Personen (denen noch viele weitere Auswanderer folgten, insgesamt davon 59 Wildschönauer) per Schiff auf den Weg nach Brasilien. Dort errichteten sie eine - inzwischen – blühende Siedlung, die heute ein wichtiges kulturelles und geschäftliches Zentrum in der Region darstellt. Der Mann, der die Idee zur Auswanderung realisierte, war Andreas Thaler aus der Wildschönau. Er war damals Österr. Landwirtschaftsminister. Bei einer Überschwemmung im Jahre 1939 kam er ums Leben.

Kontakte zwischen Dreizehnlinden und der Wildschönau wurden aufrecht erhalten. Jährlich werden dazu Reisen über den Atlantik organisiert, speziell im Jahre 2003 zum 70-Jahr Jubiläum reisten viele Wildschönauer dorthin. 


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